description ist also ein kleiner Text für die KI, kein Kommentar für Menschen. Unter parameters steht das Schema, die erlaubte Form der Eingaben: command ist erforderlich, zusätzliche Felder sind ausgeschlossen. Ob der enthaltene Befehl sinnvoll oder erlaubt ist, prüft das Schema nicht.
Diese Definition führt noch nichts aus. Sie gibt dem Modell eine Möglichkeit, um etwas zu bitten. Würden wir nur den Namen run_command in einen Systemtext schreiben, ohne das Werkzeug anzubinden, gäbe es nichts, was die Bitte erfüllen könnte.
Auch die Anweisungen passen wir an die neue Aufgabe an:
Arbeite im ausgewählten Projekt. Lies betroffene Dateien vor Änderungen. Nutze reale Werkzeugergebnisse. Führe passende Tests aus. Berichte genau, was geändert und geprüft wurde.
So kennt das Modell Ziel und Arbeitsweise. Die konkreten Dateien muss es weiterhin erst finden und lesen.
Die laufende Software, die Modellaufrufe, Werkzeuge und Arbeitszustand verbindet, nennen wir Runtime. Sie stellt den Kontext zusammen, verarbeitet die Modellantwort und führt erlaubte Werkzeugaufrufe aus. Teile davon hatten wir schon in Kapitel 3 im Backend.
Eine Bitte, Feld für Feld
Mara hat in der Oberfläche den Projektordner price-demo ausgewählt. Die Anwendung verwendet ihn als Arbeitsverzeichnis des Werkzeugs. Diese Zuordnung verwaltet unsere Software; der Ordnername in einem Prompt allein würde sie nicht herstellen.