Eine Spielerin kann ansagen, sie stehle dem Drachen die Krone. Dadurch hat sie noch keine. Und wenn sie nach dem Würfelwurf behauptet, die Tür sei offen, ist die Tür deshalb nicht offen.
So arbeitet auch ein Agent. Das Modell ist die Spielerin: Es sagt an, welches Werkzeug es mit welchen Eingaben verwenden möchte. Die Runtime ist der Spielleiter: Sie prüft die Ansage, führt sie aus oder lehnt sie ab und beschreibt das Ergebnis, den Tool Output. Darauf baut der nächste Zug auf.
Wenn du ab jetzt liest, eine KI habe „eine Datenbank gelöscht“, übersetze den Satz: Ein Modell hat einen Löschbefehl angesagt, und ein Spielleiter hat ihn durchgewunken.
Die Runtime steht zwischen Bitte und Wirkung
Jetzt handelt die Runtime. Sie erkennt am Ausgabetyp den Werkzeugaufruf, zeigt ihn nicht als Chatnachricht an, liest run_command und command und prüft, ob der Aufruf im aktuellen Projekt erlaubt ist. Erst dann startet sie das Programm.
An dieser Stelle können wir drei Wege vorsehen:
Die Runtime entscheidet | Was tatsächlich passiert Der Aufruf ist erlaubt. | Das Werkzeug wird ausgeführt; sein Ergebnis kommt zurück. Der Aufruf ist gesperrt. | Das Werkzeug wird nicht ausgeführt; das Modell erhält den Grund. Eine Freigabe fehlt. | Die Aktion wartet; die Oberfläche zeigt der berechtigten Person, was freigegeben werden soll.