Stanislaus HeesBuchbegleitung

LESEN · VERSTEHEN · WEITERDENKEN

KI ins eigene Produkt · Seite 12

Inhalt

Einstellungen wie die Temperatur schlicht abgelehnt werden, und ein anderer hat ein Modell abgeschaltet, das kurz vorher noch als Beispiel in diesem Buch stand. Die Prinzipien darunter haben sich dagegen seit Jahren kaum bewegt: Ein Modell setzt Text fort. Über dein Produkt weiß es nur, was in seinem Kontext steht. Was in der Welt passiert, entscheidet die Software. Je schneller sich die Oberfläche ändert, desto wertvoller wird, was darunter gleich bleibt. Davon handelt dieses Buch.

Mara

Damit das alles nicht abstrakt bleibt, begleitet uns durch das Buch Mara.

Mara betreut die Geräteausleihe eines Jugendzentrums: Lautsprecher, Mikrofone, Kameras, Kabel, alles, was Gruppen für Vorträge, Konzerte und Theaterproben brauchen. Vor ein paar Monaten hat sie an drei Wochenenden mit einer Entwicklungs-KI eine kleine Anwendung dafür gebaut. Sie heißt Leihregal, hat einen Katalog, Reservierungen und eine Rückgabe, und sie funktioniert. Mara ist ein bisschen stolz darauf, zu Recht.

Jetzt will sie KI hineinbringen. Und sie ist dabei von ein paar Dingen fest überzeugt: dass die KI ihren Katalog kennt, weil er ja online steht. Dass der JSON-Block, den ihre Entwicklungs-KI ihr zeigt, irgendwie eine Funktion ist. Dass ein Chat sich merkt, was man ihm gesagt hat. Dass man einer KI das Löschen verbieten kann, indem man es groß genug in den Prompt schreibt.