Stanislaus HeesBuchbegleitung

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KI ins eigene Produkt · Seite 146

Inhalt

Maras zwei Irrtümer

Mara will KI in Leihregal, und ihr erster Gedanke ist der, den fast alle haben: ein Chatfenster rechts unten. „Frag Leihregal“. Ihre Helfer könnten dort hineinschreiben, was sie brauchen, und die KI würde antworten.

Der zweite Gedanke folgt sofort: Den Katalog gibt Leihregal der KI ja mit, das hat sie in Kapitel 1 gelernt. Also kennt die KI auch jedes Gerätedetail und jede Regel des Hauses.

Beide Gedanken sind verständlich, und beide führen in die Irre. Der erste führt zu Karl Klammer, der zweite zu 18.000 Bechern.

Was es schon gibt

Ein typischer Fall: Eine Gruppe möchte am Samstag draußen einen kurzen Vortrag halten. Sie braucht Ton, möchte beim Sprechen beide Hände frei haben, und vor Ort gibt es keine Steckdose. Mara öffnet Leihregal und stellt eine passende Auswahl zusammen. Sie weiß, welcher Lautsprecher einen Akku hat und welches Headset zum Empfänger passt. Sie hat jedes Gerät schon in der Hand gehabt.

Leihregal kann bisher: Katalog und Gerätedetails anzeigen, einen Zeitraum wählen, Geräte auswählen, reservieren und nach der Rückgabe wieder freigeben, dazu das kleine Erklärfeld. Es funktioniert. Wer KI einbauen will, sollte diesen Zustand nicht leichtfertig aufs Spiel setzen.

Eine neue Kollegin kennt den Bestand nicht. Sie steht am Ausgaberegal, das Telefon in der einen Hand, ein Kabel in der anderen, und müsste Geräte einzeln öffnen, Eigenschaften